Diese Beispiele wurden anläßlich unseres Herbstkonzertes im Oktober 1998 in Kunstkopfstereophonie aufgezeichnet und dürfen nur für private Zwecke verwendet werden.


Dimitris Lagios (1952-1991)
Dimitris Lagios wirkte bis zu seinem frühen Tod als Dirigent des Zupforchesters in Patras / Griechenland.
Die drei Sätze Thema, Streulicht und Buße wurden von Lagios und seinem Ensemble im Jahre 1990 auf Tonträger eingespielt. Diese Interpretation war für unsere eigene Erarbeitung maßgebend.
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Griechische Stücke
Thema (1 MB)
Streulicht (1 MB)
Buße (1.5 MB)

Konrad Wölki (1904-1983)
Wölki war der in Deutschland führende Komponist für Zupfinstrumente. Zu seinem 60. Geburtstag sagte Prof. Siegfried Golisch über Wölki im Bayerischen Rundfunk: "Er hat die häufig verkannte und falsch eingeschätzte Mandoline zu neuen Ehren gebracht, indem er auf ihren historischen Ursprung zurückging. Sein Hauptverdienst besteht darin, daß er einen grundsätzlichen Geschmackswandel in einem wesentlichen Sektor der Volksmusik herbeigeführt hat."
Konrad Wölki führte schon in den dreißiger Jahren das Spiel mit reinem Gitarrenensemble ein. Auch hier wirkte er als Vorreiter - die Suiten Nr.1 und Nr.2 beinhalten schönste Beispiele für das Musizieren in der Gegenüberstellung von Zupforchester und zwei bis vierstimmigem Gitarrensatz.
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Suite Nr.2 für Zupfinstrumente / Op.31
Musik für schlichte Feierstunden in fünf Sätzen

Satz 1 (754 kB), Satz 2 (1.3 MB), Satz 3 (1 MB),
Satz 4 (1,3 MB), Satz 5 (880 kB)

Turlough O’Carolan (1670-1738)
Die Harfe, eines der ältesten Zupfinstrumente, war vom 11.-19. Jahrhundert das Nationalinstrument Irlands. (Irland ist übrigens das einzige Land der Erde, das ein Musikinstrument als Nationalemblem besitzt: die Harfe).
Einer der berühmtesten irischen Harfenisten und Komponisten für diese Instrument war O’Carolan. Er war einer der zahlreichen Harfenspieler, die ihren Lebensunterhalt als umherziehende Musiker bestritten und gleichzeitig der letzte komponierende Spieler.
O’Carolan erblindete mit 18 Jahren an den Pocken und ging erst danach zu einem Harfenisten in die Lehre. Seine Musik strahlt Zufriedenheit und große Lebendigkeit aus - dies entsprach durchaus seinem eigenen Temperament. Seine Kompositionen sind sowohl vom irischen Volkslied als auch von der italienischen Kunstmusik (Vivaldi, Corelli, Geminiani) beeinflußt.
Über 200 Airs sind überliefert, sowohl instrumentale Stücke als auch solche mit Gesang.
Die Stücke Mrs. Delany, Katherine O’More und James Betagh schrieb Turlough O’Carolan für seine Wohltäter.

Wolfgang Siegmund *1913
Die vorliegenden Tänze aus Südost Europa sind von Wolfgang Siegmund für Zupforchester eingerichtet worden. Seine langjährigen Bemühungen um das Wesen und Werden der Volksmusik in SO-Europa finden hier den ersten Niederschlag. Häufige Taktwechsel und plötzliche Tempoänderungen sind die wesentlichen Merkmale dieser Lieder und Tänze vom Balkan.
Eine feste Besetzung sowie bestimmte Instrumente sind auch im Ursprung nicht vorgeschrieben. Die Zupfinstrumente bieten sich jedoch gerade dafür an. Wer das ‘Ur-Musikante’ liebt, wird an diesen Tänzen viel Freude haben.

Dieter Kreidler *1943
Nach dem Gitarren-Studium am Robert Schumann-Konservatorium Düsseldorf, folgte der Lehrauftrag und die spätere Professur am Institut Wuppertal der Staatlichen Hochschule für Musik Rheinland, dessen Dekan er heute ist.
Ein wichtiger Aspekt seiner pädagogischen Arbeit ist sein Engagement bei zahlreichen Kursen, aber auch seine Editionstätigkeit (z.B. Gitarrenschulen, Gitarrenstudioreihe).
Die Komposition Rumba - ein Tanz afrokubanischer Herkunft - entstand im Frühjahr 1990.
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Rumba (1 MB)


Kurt Schwaen (1909-2007)
Kurt Schwaen absolvierte das Studium der Musikwissenschaft und der Germanistik, wohnt in Berlin, ist mehrfacher Nationalpreisträger der ehemaligen DDR und Ehrendoktor der Universität Leipzig.
Er gehört zu den Komponisten, die mit gleicher Liebe und gleichem Ernst für Berufs- wie für Laienmusiker schreiben. Spieltechnische Grenzen der Interpreten verführen ihn niemals zu Kompromissen auf Kosten der künstlerischen Qualität.
Mit den ‘Vier Nationaltänzen’ leistete Schwaen einen wegweisenden Beitrag zur Zupfmusik nach dem zweiten Weltkrieg.
Der Ländler, welcher in Kurt Schwaens Nationaltänzen an erster Stelle steht, hat seinen Namen vom an der Ems gelegenen österreichischen ‘Landl’.
Die Mazurka ist ein polnischer Nationaltanz in rhythmisch straffer Gestaltung.
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Vier Nationaltänzen
Ländler (900 kB), Mazurka (1 MB)

Ferdinand Schmitz (1909-1968)
Über Ferdinand Schmitz ist leider bis zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr wenig bekannt. Für Zupforchester schrieb er allein die heute erklingenden ‘Drei rheinischen Tänze’. Kompositorisch eher schlicht gehalten, vermitteln sie in einer ungekünstelten ehrlichen Weise den Charakter der drei rheinischen Dörfer Bornheim, Meckenheim und Ippendorf.
Ferdinand Schmitz setzt bewußt keine Tempobezeichnung vor die einzelnen Tänze, sondern gibt den Charakter der Sätze durch Bezeichnungen wie behäbig, ländlerisch oder gemütlich vor.
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Drei reihnische Tänze

Dmitri Shostakovich (1906 - 1975)






Unser Repertoire
seit 2010










weitere Komponisten und Hörbeispiele                                                            

  • ANTONIO VIVALDI     Concerto in e-Moll (RV 113)
  • ANTONIO VIVALDI    Concerto in C-dur für Gitarre und Zupforchester
  • ARNE MADSEN    Russiske Klange 1917 - 1989
  • DIMITRIS LAGIOS    Thema
  • DOMENICO GABRIELLI    Concerto in D für Oboe und Zupforchester
  • DOMINIK HACKNER     Sketchbook
  • EDUARDO ANGULO    Suite Mexicana (op.16)
  • EDVARD GRIEG    Peer Gynt-Suite I
  • EDVARD GRIEG    Drei Lyrische Stücke
  • ELKER TOBER-VOGT    Ceilidh
  • FRANÇOIS MENICHETTI     A Travers La Hongrie (Fantasie)
  • FRANZ PROBST    El Punteador
  • FRED WITT     Zwei Studien für Zupforchester
  • FRIEDRICH von FLOTOW     Potpourri aus der Oper "Martha"1812 -1883
  • GERD LUFT    Suite miniature
  • GIROLAMO FRESCOBALDI     Arie detta la Frescobalda
  • HERMANN AMBROSIUS     Serenade
  • ISAAC ALBÉNIZ    Tango (Andantino, grazioso)
  • JB KOK    Candida
  • JOHANN ADOLPH HASSE     Konzert in G-Dur für Mandoline und
  • KURT SCHWAEN    Tanzstück
  • KURT SCHWAEN    Vier Nationaltänze
  • KURT SCHWAEN     Drei Sätze für Zupfinstrumente
  • LAUTEN-STIMMBÜCHER     Altdeutsche HoftänzeArr.: Edwin Mertes
  • LEOPOLD MOZART    "Für Wolfgang" - Suite Nr. VIII
  • M. THEODORAKIS     Il Melograno
  • MARTIN RÄTZ    Tango blanco
  • MATIAS MARQUEZ GARCIA     Grenade Morisque
  • OLOF NÄSLUND     Tänkeplatsen
  • RICHARD RUDOLF KLEIN     Drei heitere Epigramme
  • ROBERT SCHULZ     Two Folk Dances
  • ROLAND LEISTNER-MAYER    Ein Sommertag
  • SIEGFRIED BEHERND     Ballett-Suite nach einem Lautensatz von Fabritio Caroso
  • SIEGFRIED BEHREND     Betrachtungen über Greensleeves
  • SIEGFRIED BEHREND     Altdeutsche Tanzmusik (16. Jahrhundert)
  • SIEGFRIED BEHREND    Japanische Impressionen für Zupforchester
  • SILVIUS LEOPOLD WEISS    Konzert für Gitarre und Zupforchester
  • THEODOR RITTER    Wolgaklänge
  • TRADITIONAL    Lateinamerikanische TänzeArr.: Jürgen Hübscher
  • TRADITIONAL    Lieder und Tänze aus Südamerika Bearb.: Inge Kälberer
  • TRADITIONAL     Vieni sul mar. Neapolitanisches Volkslied
  • TRADITIONAL     Unter der Dorflinde. Deutsche Volks- und Tanzweisen
  • TRADITIONAL     Kolomeika. Eine Ukrainische Dorfgeschichte
  • WILLI ALTHOFF     Tanzsuite in drei Sätzen
  • WOLFGANG BAST    Divertimento Nr. 2
  • WOLFGANG BAST    Studie 76
  • YASUO KUWAHARA    The Song Of Japanese Autumn